Arabischen Kulturwochen

Die Arabischen Kulturwochen finden seit 2004 einmal jährlich in Hamburg statt und wurden vom gebürtigen Ägypter, Islamwissenschaftler und Dozent im Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg im Bereich Geschichte und Kultur des Vorderen Orients Dr. Mohammed Khalifa initiert. 2012 ehrte ihn der damalige Bundespräsident Wulff für sein interkulturelles Engagement zwischen Deutschland und der arabischen Welt.(Historie)

Programm der 12. Arabischen Kulturwochen 2016

4. „Aflamna“ Film Festival 2016

15.10. – 18.12.2016

Programm als PDF hier runterladen

 الأسابيع الثقافية العربية الثانية عشر

ومهرجان الأفلام العربية الرابع

„Fremde sind Freunde, die einander noch nicht kennen“

Eröffnungsbilder 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie halten das Programm der Arabischen Kulturwochen 2016 in den Händen. Bitte nehmen Sie sich ein wenig Zeit und studieren Sie die vielfältigen Angebote.

Die Veranstaltungsreihe ist entstanden unter dem Einfluss der Ereignisse in der arabischen Welt, den daraus resultierenden Flüchtlingsbewegungen und der aktuellen politischen Auseinandersetzung in Deutschland und Europa. Dieser Kontext hat ein "Weiter so" nicht möglich gemacht, sodass die Themen der Arabischen Kulturwochen aus den Vorjahren überdacht und ergänzt werden mussten. Diese Veränderungen sind im Organisationskomitee 2016 unter ehrenamtlich tätigen Menschen unterschiedlichsten Alters und Glaubens bewegt worden, und das Ergebnis ist ein Konsens: Die Arabischen Kulturwochen 2016 stehen unter dem Motto "Begegnungen", weil wir glauben, dass in Zeiten von Krieg, Terrorismus, Fluchtbewegungen, Bemühungen um Integration, Schwierigkeiten bei der Umsetzung und somit faktischer Ausgrenzung ein Zeichen für gegenseitiges Verständnis und für Begegnung gesetzt werden muss.

Wir danken allen Veranstaltern, Referenten und Unterstützern und hoffen auf reges Interesse an allen Veranstaltungen der Arabischen Kulturwochen 2016.

Das Organisationskomitee 2016

 

Im Jahr 2016 fanden die Arabischen Kulturwochen 2016 bereits zum zwölften Mal statt. Wir möchten durch die zahlreichen Veranstaltungen auf die kulturelle Vielfalt im arabischen Raum aufmerksam machen und hoffen neue Perspektiven auf Gesellschaften im Umbruch zu eröffnen und damit neue Brücken der Verständigung zwischen der europäischen und arabischen Welt zu bauen, so Dr. Mohammed Khalifa. Wir gestalten mit hohem wissenschaftlichem und kulturellem Wert in Hamburg, dem Tor zur Welt, einen kulturellen Dialog mit verschiedenen Programminhalten.

 

Für mehrere Wochen organisieren verschiedenste Vereine, Verbände, Institutionen, Kirchen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger zahlreiche Veranstaltungen rund um die arabischen Kulturen und die aktuellen Entwicklungen zu Kultur, Gesellschaft, Religion und Politik in der arabischen Welt. Zu den einzelnen Veranstaltungen werden jeweils renommierte Dozenten, Wissenschaftler, Politiker und Künstler eingeladen, die auch über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus sind.

Zum Repertoire gehören alljährlich Vorträge, Konzerte, Lesungen, Seminare und Workshops, aber auch um Kochkurse, Sportaktivitäten, Podiumsdiskussionen oder Filmvorführungen. Die Veranstaltungen behandeln unterschiedlichste Themen der aktuellen Geschehnisse: Politik, Kunst, Kultur, Soziales, Religion, Wirtschaft, Wissenschaft, Literatur, Sport, Musik und Kulinarisches! 

Hintergrund der Arabischen Kulturwochen ist das Bestreben, einen interkulturellen Dialog zu schaffen, der zu mehr Begegnungen,  und mehr Verständnis führt. Die arabischen Kulturwochen stehen jedes Jahr unter einem neuen Themenschwerpunkt, der sich in den Veranstaltungen widerspiegelt. 

Über die Jahre haben die Arabischen Kulturwochen zahlreiche Kooperationspartner für sich gewinnen können. Neben den zahlreichen arabischen Vereinen und Verbänden, die in Hamburg ansässig sind, zählen dazu u.a. die Landeszentrale für politische Bildung, die Nordkirche weltweit, die Katholische Akademie, der Akademikerbund Hamburg e.V., das Museum für Völkerkunde, das Abaton Kino, die Koordinierungsstelle für Weiterbildung und Beschäftigung e.V., die Hege Helping Hands, die Universität Hamburg und viele mehr.

 

Grußwort von Aydan Özuguz

(Staatsministerin, Beauftragte der Bundesregierung für Migration,

Flüchtlinge und Integration)

Die Arabischen Kulturwochen 2016 finden in einer Zeit statt, in der wir um den Zusammenhalt unserer Gesellschaft kämpfen und Vorurteile gegen Menschen anderer Herkunft oder anderen Glaubens entkräften müssen. Anfeindungen und Abwertungen treffen oftmals Arabischstämmige und Muslime. Das dürfen wir nicht dulden: Wir müssen aufklären und Verständigung fördern. Darum habe ich mit Freude gesehen, dass die Universität Hamburg und Dr. Mohammed Khalifa ein Programm zusammengestellt haben, das den Reichtum und die Vielfalt des arabischen Lebens in Deutschland zeigt. Orient und Okzident haben eine jahrhundertelange, gemeinsame Tradition. Beide Kulturräume haben in so vielen Bereichen vom Miteinander profitiert. Ich wünsche den Kulturwochen viele Gäste und spannende Diskussionen!

Aydan Özuguz

تأتي فعاليات الأسابيع الثقافية العربية لعام 2016 في وقت نكافح فيه من أجل ضمان وحدة مجتمعنا وتماسكه ، والعمل على دحض الأحكام المسبقة ضد أشخاص من أصول مختلفة أو من أتباع ديانات أخرى. غالبا ما يعاني الأشخاص ذوي الخلفية العربية والمسلمون من النظر إليهم بنظرة تعالي واضطهاد، وهذا ما لايجب علينا قبوله بأى حال من الأحوال. نحن بحاجة إلى العمل على نشر الوعي والتثقيف وتعزيز التفاهم داخل مجتمعنا. لذلك فإنه من دواعي سروري أن أرى أن جامعة هامبورج متمثلة في الدكتور محمد خليفة قد أعدت هذا البرنامج الثقافي الذي يظهر ثراء وتنوع الحياة العربية في ألمانيا.

الشرق والغرب لهما على مدار قرون طويلة تقاليد مشتركة ، وقد كلا الحضارتين من الآخر على حد سواء في العديد من المجالات.

تمنياتي للاسابيع الثقافية العربية بالتوفيق والعديد من الضيوف والمشاركين وكذلك بمناقشات شيقة مثمرة.

أيدن أوغوز

وزيرة الدولة في المستشارية الإتحادية ومفوض الحكومة الإتحادية لشؤون الهجرة واللاجئين والإندماج

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