Eröffnungsveranstaltung der Arabischen Kulturwochen 2016

 

 

 War das spannend!

Über ein halbes Jahr hat das Organisationskomitee die Eröffnungsveranstaltung  der Arabischen Kulturwochen 2016 am 15.10.2016 im Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg vorbereitet- als  Beginn einer Folge von 36 vielfältigen und anspruchsvollen Angeboten an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Themen in Hamburg, aber mit einem gemeinsamen Ziel, das Heiko Berneiden in seiner Eröffnungsansprache wie folgt formulierte:

„Als Organisationskomitee der Arabischen Kulturwochen ist es erstens unser Bestreben, die Kulturen des arabischsprachigen Raumes unserer Gesellschaft näherzubringen und der arabischen Community in und um Hamburg die Gelegenheit zu bieten, sich im großen Rahmen vorzustellen.

 Dies geschieht in diesem Jahr auch vor dem Hintergrund der sozialen Unruhen und politischen Konflikte der Region, welche bis zu uns vorgedrungen sind. Neben einem herausragenden Engagement in der Gesellschaft haben aber auch Skepsis, Misstrauen und Vorurteile Einzug erhalten.Wir als Komitee möchten somit zweitens die Flüchtlingsthematik aufgreifen, ohne sie zum ausschließlichen Schwerpunkt der Kulturwochen zu machen, da die arabischen Kulturen weitaus mehr zu bieten haben als die bloße Wahrnehmung als "Problemkultur" in den Köpfen der Menschen.

 Unser Ziel ist es im Besonderen, Begegnungen zu ermöglichen, Gelegenheiten zum Austausch zu schaffen, Vorurteile gegenüber den arabischen Kulturen abzubauen und Verständnis für die jeweils andere Kultur einzufordern - eine Brücke zu schlagen zwischen Freunden, die einander noch nicht kennen.

Wie wird die Veranstaltung angenommen? Haben wir ausreichend und motivierend geworben?

Und dann das: Der große Hörsaal im AAI ist hergerichtet, die Vereine und Verbände haben ihre Präsentationen aufgebaut, die Musiker sind da, Getränke und arabisches Gebäck  werden gereicht, der Tee ist heiß, der Kaffee stark – die Konsulin der Republik Tunesien, Sonya Bin Omar,die Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung, Frau Dr. Bamberger-Stemmann,der Vorsitzende der Schura Daniel Abdeen und andere Honoratioren sind anwesend, der langjährige Organisator und Chef der Arabischen Kulturwochen, Dr. Mohammed Khalifa vom AAI , begrüßt seine Gäste im Vorfeld – und um 14.15 Uhr ist der große Hörsaal bis an den Rand gefüllt. Wir sind begeistert – von  den fast 300 Gästen, die unserer Einladung gefolgt sind, und wir freuen  uns über den weiteren Ablauf der  gelungenen Eröffnungsveranstaltung: Dr. Khalifa begrüßt, Heiko Berneiden findet, wie oben zitiert, eindeutige Worte, das Grußwort von Staatsministerin Özuguz wird verlesen, es folgen die Grußworte der Honoratioren. Allen Reden ist gemeinsam, was Frau Özuguz auch im Sinne des Organisationskomitees formuliert: „Anfeindungen und Abwertungen treffen oftmals Arabischstämmige und Muslime……. Wir müssen aufklären und Verständigung fördern.“

 Das musikalische Rahmenprogramm – die Altonaer Geigensterne mit 28 Jugendlichen, der arabische Musiker Ali Shibli und The Toffe Hamburg- erfreuten die Gäste, und wer nach  zwei Stunden gedacht hat, dass der Basar der Kulturen, auf dem sich etliche Veranstalter präsentierten, keinen Zulauf mehr finden würde, sah sich getäuscht: Zahlreiche Gäste besuchten die Stände und informierten sich über die Arbeit und die folgenden Veranstaltungen.

Was ist noch zu sagen? Wir freuen uns über eine sehr gelungene Auftaktveranstaltung, wünschen allen Veranstaltungen viel Erfolg und allen Besuchern und Gästen neue Erkenntnisse und Begegnungen.